Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Samoa. Lassen Sie Träume wahr werden…

Samoa

Wer die Südsee mit ihrer ganzen Schönheit erleben möchte, reist am besten nach Samoa. Der Inselstaat fasziniert mit dem feinen weißen Sand, malerischen Palmen und natürlich einer vielfältigen Unterwasserwelt. Bemerkenswert ist außerdem die samoanische Kultur, in der beispielsweise rituelle Tätowierungen eine wichtige Rolle spielen.

Reiseführer für Samoa: von der einstigen deutschen Kolonie zum unabhängigen Inselstaat

Besiedelt wurde Samoa bereits vor etwa 3.000 Jahren. Nur wenig ist aus dieser Epoche erhalten geblieben. Lediglich die Lapita-Tonscherben verweisen darauf, dass die Kultur damals bereits sehr ausgereift war. Die Europäer kamen erst Mitte des 18. Jahrhunderts in die Region. Zunächst erreichte der Niederländer Jakob Roggeveen die Inseln. Ihm folgten britische Missionare und Händler aus Hamburg. Letztere siedelten sich vor allem in Westsamoa an, das schließlich um 1900 zur deutschen Kolonie wurde. Der Ostteil des Atolls wurde den USA zugesprochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden alle Besatzungsmächte, so auch die Neuseeländer, die seit 1920 das Gebiet verwalteten.

In der Hauptstadt Apia lässt es sich hervorragend auf den Spuren der Geschichte wandeln. Viele der Einwohner tragen bis heute deutsche Nachnamen, haben sich über die Jahrzehnte aber unlängst an die Traditionen der Samoaner gewöhnt. Auf der Insel Upolu gelegen, säumen kleinere Cafés, Shops und Restaurants die Straßen im Zentrum. Hier kann man hervorragend Essen gehen und die leckere Südseeküche probieren. Fisch spielt angesichts der Lage inmitten des Ozeans eine überragende Rolle. Aus den Lagunen Samoas stammen die Oktopusse, Thunfische und andere Leckerbissen. In der Regel werden die Speisen mit Gemüse gegrillt oder gekocht. Dazu gibt es kohlenhydratreiche Produkte wie Kochbananen. Deren Blätter werden oft zum Einwickeln von Fisch oder Huhn genutzt. In Kokosnussmilch eingelegt, werden sie anschließend im Feuer gegart. Zu den besten Reisetipps für Gourmets auf Samoa gehören die Fiafia-Nächte. Bei diesen Feiern werden verschiedene Gerichte, vor allem in Taroblättern gebackene Kokosnussmilch, aber auch andere Speisen, vom Buffet gegessen.

Samoas Kultur kennenlernen: Südseebräuche

In Samoa wird vor allem Samoanisch gesprochen. Die Sprache gehört zur polynesischen Familie und lässt sich zumindest in ihren Grundlagen relativ einfach erwerben. Um die Einheimischen vor Ort zu beeindruckend, grüßt man diese mit einem freundlichen „Talofa“ und verabschiedet sich mit „Tofa“. Wer auf die Südseeinseln reist und eines der kleineren Dörfer besucht, wird jedoch auch oftmals mit den mitreißenden Siva-Tänzen begrüßt. Diese sind zudem ein absolutes Muss bei jeder Fiafia-Nacht und werden von Reiseführern für Samoa besonders empfohlen. Der Siva wird von den jungen Frauen der samoanischen Gemeinden geradezu zelebriert. Sie ziehen sich die traditionellen Puletasi-Trachten an und erzählen in ihren Tänzen mit aller Leidenschaft von den Geschichte und Sagen der Vergangenheit. Die Männer kleiden sich im Lavalava-Rock und schlagen sich lautstark auf Handflächen und Schenkel. Das ganze Zeremoniell ist in Samoa als Fa’ataupati bekannt. Ein weiteres Highlight sind die Feuer- und Messertänze Siva Afi, die vom rhythmischen Pulsieren der Holzschlitztrommeln begleitet werden.

Apia und Salelologa: zwei Reisetipps für Samoa

In Apia gibt es eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseführer zu Samoa fehlen dürfen. Kurz vor seinem Tod lebte so der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson in der samoanischen Hauptstadt. Der für Romane wie „Die Schatzinsel“ und „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ bekannte Autor ist auf dem Vaea-Hügel oberhalb der Ortschaft begraben worden. In seinem einstigen Anwesen, der Villa Vailima, befindet sich heute ein Museum zu Stevensons Leben und Werk. Etwa neun Kilometer außerhalb Apias befindet sich eines der wichtigsten Zentren der Bahai-Religion in Ozeanien. Zu großer Bedeutung ist der aus dem persischen Raum stammende Glauben vor allem durch den samoanischen Fürsten Malietoa Tanumafili II. geworden, der sich offiziell zu den Bahai bekannte. Deutlich weiter verbreitet sind jedoch das Christentum und der Glauben an Naturgeister. Aus der vorkolonialen Zeit stammen die aufwendigen Tätowierungen, die meist ring- und streifenförmig um Schenkel und Oberkörper gestochen werden. Sehr präsent ist der Körperschmuck auf der Insel Savai’i. Sie gilt als die Seele der Südsee und Inbegriff des „fa’a Samoa“, der samoanischen Lebensart. Die meisten Urlauber kommen in Salelologa, der größten Ortschaft auf Savai’i, an. Sie besteht aus mehreren kleineren Dörfchen und einem Zentrum mit Einkaufsmeile sowie einem Marktplatz, der unter den Reisetipps für Samoa nicht fehlen darf. Dort lassen sich alle wichtigen Dinge, von Kunsthandwerk und Souvenirs bis hin zu frischem Fisch, einkaufen. Am Abend trifft man sich gerne im Hafen, wo es eine ganze Reihe an Gaststätten und Cafés gibt. Savai’i ist darüber hinaus für seine Natur bekannt. Im Hinterland lohnen sich Wanderungen durch die Regen- und Nebelwälder, die Lebensraum von zahlreichen tropischen Vögeln und Schmetterlingen sind. Vor der Küste faszinieren die Korallenriffe mit ihren farbenprächtigen Fischschwärmen und den grünen Meeresschildkröten.