Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Nördliche Marianen. Lassen Sie Träume wahr werden…

Nördliche Marianen

Die Inseln der Nördlichen Marianen schwimmen wie kleine Perlen im Pazifischen Ozean. An den Pulverstränden unter Palmen wird der Südseetraum wahr.

Die Nördlichen Marianen sind mit bloßem Auge nur von oben als „Gesamtausgabe“ auszumachen. Ziemlich verstreut liegen die Inselchen in den Weiten der Südsee zwischen Japan und Australien. Wer näher kommt, ist fasziniert von den tropischen Landschaftsoasen und den vorgelagerten Korallen-Tauchgebieten.

Nördliche Marianen – gleich mehrmals dem Paradies ganz nah

Die vielen kleinen Schönheiten, die einst zum Kulturraum Deutsch-Mikronesien zählten, können heute als Außengebiet der Vereinigten Staaten gleich mehrmals „auftrumpfen“: Auf einer Gesamtfläche von ungefähr 477 Quadratkilometern verteilt sich von Nord nach Süd ein Teil der Ladronen oder Diebesinseln, wie sie auch genannt werden. Bei einer solchen Anzahl von Eilanden hätten Reisende beim Inselhopping viel zu tun, im Stillen Ozean diesen Teil des mikronesischen Archipels aufzusuchen. Und so kommt es gerade gelegen, dass eigentlich „nur“ die südliche Region anziehend ist. Den Inseln Saipan, Rota und Tinian wird in Reiseführern über die Nördlichen Marianen der Vorzug gegeben. Das Inselschicksal hat besonders Sarigan und Anatahan getroffen, die wegen gefürchteter Vulkaneruptionen für Urlauber nicht mehr zugänglich und natürlich unbewohnt sind. Auch wenn man die übrigen Eilande nicht betreten kann: Es ist nahezu paradiesisch, bei strahlendem Sonnenschein über das glitzernde Meer mit dem Speedboot zu brausen und einen kurzen Blick auf die „letzten Oasen“ der Südsee zu erhaschen. Für unvergessliche Momente unter den Reisetipps für die Nördlichen Marianen sorgt folgender: Die Schnorchelbrille zur Hand nehmen, bei Maug Islands oder Pagan ins Wasser springen und den knappen Abstand vom Boot zur Insel von einem Schwarm Guppis begleitet passieren.

Mensch und Natur auf den Nördlichen Marianen

Nahezu 54.000 Einwohner tummeln sich mit einigen Urlaubern auf dem Traumarchipel nach Angaben der Reiseführer für die Nördlichen Marianen. Tatsache ist auch, dass die Marianen-Inselgruppe 1521 von Ferdinand Magellan entdeckt wurde und seit 1899 die Reichspost auf dem Archipel ihre eigenen Briefmarken druckt. Neben der Sommerbräune und dem Südseefeeling nehmen Besucher so auch die kleinen Klebemarken als schöne Erinnerung mit nach Hause. Die Eindrücke bleiben lange im Kopf. Beispielsweise das lebhafte Gestikulieren mit den Einheimischen, die – ganz selten – des Englischen mächtig sind. Mikronesisch und Polinesisch spricht ein Großteil der Bewohner. Auf Saipan kommen zudem viele religiöse Kulturen zusammen. So ist auf dem verträumten Eiland auch ein buddhistischer Tempel zu finden. Die sagenhafte Unterwasserwelt, die sich besonders an den Küstenufern als verwunschene Meeresfauna entfaltet, ist unbeschreiblich schön.

Inselhopping zu unbewohnten Ufern

Die japanische Inselgruppe Kazan-retto wird man von dem unbewohnten Fleckchen Farallon de Pajaros aus, das zu den Nördlichen Marianen zählt, nicht mit bloßem Auge erkennen. Wer jedoch das winzige Eiland passiert, erreicht Asien. Zudem umgeben zwei submarine Vulkane Farallon de Pajaros. Dicht bewachsen ist Asuncion: Mit Kokospalmen, Papaya-Bäumen und Pisonia-Wäldern ist die Insel die grünste des Archipels. Es ist nicht allzu lange her, als auf Agrigan noch neun Personen wohnten, bevor der mächtige gleichnamige Stratovulkan abermals zu brodeln begann. Pagan ist einzigartig aufgrund seiner endemischen Säugetierarten. Hier, und nirgendwo anders auf der Welt, finden Besucher noch Flughunde und die Krebsart Palmendiebe, die nicht selten als Delikatesse zubereitet wurde. Die bis zu 100 Meter hohen Steilküsten im Osten von Alamagan sind legendär und dürfen bei den Reisetipps für die Nördlichen Marianen nicht fehlen. Wer von Guguan schon einmal gehört hat, dann sicherlich deswegen, weil hier japanische Vogelhändler wohnten. Nur ein kleiner Klecks auf der Landkarte ist die Vulkaninsel Zealandia Bank; manchmal ist sie gar nicht eingezeichnet. Sarigan ist bizarr von tiefen Tälern und Schluchten geprägt, die im dichten, wilden Grün hervorblitzen. Während Besucher sich langsam der Insel Saipan nähern, kreuzen sie Anatahan. Der höchste Punkt des Eilands ragt 750 Meter aus dem Meer. Regelrecht flach und verschwindend klein zeigt sich hingegen die Koralleninsel Farallon de Medinilla auf einem Trip durch den Pazifischen Ozean. Sie liegt knapp 70 Kilometer von der Insel Saipan entfernt, die sozusagen das Zentrum für aktive Urlauber auf den Nördlichen Marianen ist.

Saipan – Rota –Tinian

Nach Saipan zieht es die meisten Urlauber. Viele Südsee-Begeisterte kommen hierher, um die Felsen- und Höhlenlandschaft namens The Grotto zu sehen. Abtauchen und bewundern ist hier die Devise. Das Unterwasserimperium ist farbenfroh, vielfältig und zum Greifen nah. Windsurfer oder Segler vergnügen sich derweil oberhalb des warmen Wassers. Relaxt wird anschließend am gut besuchten Mico Beach. Rota bietet mit wildem Tropendschungel und wenigen Besuchern das gewünschte Kontrastprogramm. Bei Wanderungen geht es zum höchsten Berg des Archipels, dem Mount Manira mit 500 Metern Höhe. Naturfreunde können im Tropical Zoo heimische Arten wie zum Beispiel Fruchtfledermäuse, Kokosnusskrabben oder auch Iguanas beobachten. Vor der zerklüfteten Küste bei Rota erkunden wasserbegeisterte Urlauber beim Tauchgang die Senhanom Cave oder das Pinatang Reef. Taucher, die auf der Suche nach Schiffwracks sind, gehen auf der Insel Tinian bei Dump Cove in die Tiefe.