Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Jemen. Lassen Sie Träume wahr werden…

Jemen

Der Jemen ist ein Reiseziel, das vor allem aufgrund seiner spektakulären Naturkulisse und seiner imposanten Architektur beeindruckt. Darüber hinaus locken zahlreiche historische Kulturdenkmäler und Städte mit farbenprächtigen Gewürzmärkten und Souks.

Der Jemen – bewegte Vergangenheit am Roten Meer

Der Jemen liegt, eingerahmt vom Golf von Aden und dem Roten Meer, im Süden der Arabischen Halbinsel. Es ist ein Land, in dem vor allem Kulturinteressierte unzählige Attraktionen finden, und dessen Bewohner früher aufgrund der historischen Weihrauchstraße, die durch dem Jemen führte, sehr reich waren. Das wirtschaftliche Zentrum ist die Hauptstadt Sanaa, in der rund 2,5 Millionen Menschen leben und die bereits im 1. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Landschaftlich ist das Land sowohl von zerklüfteten Gebirgen und fruchtbaren Wadis geprägt, als auch von Küstengebieten, an denen sich einige schöne Strände befinden. Im Nordosten liegt die Sandwüste Rub al-Chali, während der Nationalpark Bura das grüne Herz des Jemen bildet. Das Klima ist feuchtheiß, wobei vor allem in den Sommermonaten die Luftfeuchtigkeit sehr hoch sein kann. Die Temperaturen liegen dann zwischen 34 und 38 Grad, können aber – je nach Region – auf bis zu 50 Grad ansteigen. Im Winter schwanken die Temperaturen stark, es fällt aber kaum Niederschlag. Als ideale Reisezeit gelten die Monate April und Mai, beziehungsweise September und Oktober.

Faszinierende Kulturdenkmäler

Als eine der schönsten Metropole auf der Arabischen Halbinsel gilt, laut den meisten Reiseführern für den Jemen, die Hauptstadt Sanaa mit ihrer orientalischen Altstadt. Sehr sehenswert sind die alte Stadtmauer sowie der Tahrir-Platz, wo zahlreiche Türme zu finden sind, die aus Lehm erbaut wurden. Das Herz der Stadt ist der Altstadtsouk, in dem jedes Handwerk seinen eigenen Bereich hat und wo es rund 1.700 Läden geben soll. Ein weiteres Juwel ist die Stadt Thula, die etwa 45 Kilometer von Sanaa entfernt zu finden ist. Besonders beeindruckend sind hier die Steinhochhäuser, deren Türen und Wände kunstvolle Verzierungen schmücken. Im Zentrum führt ein Weg zur Festung, wo die Besucher die Verteidigungstürme, die Wehrmauern sowie die Wasserzisternen besichtigen können. Auf einem 1.500 Meter hoch gelegenen Plateau liegt Marib, die Hauptstadt des ehemaligen sabäischen Königreichs. Hier kreuzten sich früher die Routen von Karawanen, die Weihrauch in das gesamte Umland transportierten. Äußerst sehenswert sind der Thron von Bilquis und der Tempel des Gottes Luna, außerdem wurde 1986 in Marib ein neuer Staudamm errichtet, der rund 400 m³ Wasser staut. Jemens heilige Stadt ist Saada, die ebenfalls eine sehr beeindruckende Altstadt besitzt, die von Stadttoren und Wehrtürmen geprägt ist. Auf der Fahrt dorthin sollte man auch in Amram einen Stopp einlegen – ein Ort, der nicht nur über prächtige Häuser verfügt, sondern auch als landwirtschaftliches Zentrum gilt.

Weitere Reisetipps für den Jemen

Viele Reiseführer für den Jemen empfehlen Reisenden einen Ausflug nach Shibam, eine sehenswerte Stadt mit einem traditionellen Souk sowie einem landwirtschaftlichen Wochenmarkt, auf dem Bauern ihre Produkte verkaufen. Auf dem Weg dorthin kommt man auch an zahlreichen Katplantagen vorbei, eine Pflanze, die im Land eine sehr wichtige Rolle spielt. Zur sogenannten „Qat-Time“ werden überall die Blätter des Kathstrauches gekaut, die ein Gefühl von Wohlbehagen und Euphorie hervorrufen. Der Kath-Genuss hat im Jemen eine sehr wichtige soziale Funktion, da es kaum Freizeitangebote gibt und das Kath-Kauen eine Möglichkeit bietet, sich mit anderen Menschen zu treffen. Kenner meinen, dass der Kath Freundschaften verstärke und daher wird von den Einheimischen auch sehr viel Geld dafür ausgegeben.

An der Westküste können die Reisenden der Insel Kamaran einen Besuch abstatten, die von Korallenriffen umgeben ist. Auf Kamaran kann man in Rundhütten übernachten und kommt so in den Genuss eines sehr authentischen Badeurlaubs. Abenteurer zieht es zur Felsenfestung Shihara, wobei sich bereits die Fahrt dorthin sehr spannend gestaltet, liegt doch die Festung auf einer Höhe von rund 2.500 Metern. Shihara war einst ein Zufluchtsort für zaiditische Imame und auch heute noch werden die ehemaligen Paläste, die Steinhäuser und Zisternen von den Bewohnern genutzt. Sehr kurvenreich gestaltet sich auch eine Fahrt zum Gipfel des Jebel Sabir, von wo aus sich ein äußerst imposanter Ausblick auf Taiz bietet. Die Bewohner sind hier sehr aufgeschlossen und laden die Gäste manchmal sogar auf eine Tasse Tee ein. Weitere Reisetipps für den Jemen umfassen einen Besuch von Sokotra, auch Insel des Drachenbaumes genannt, die als einer der beeindruckendsten Orte der Welt gilt. Hier finden vor allem Naturliebhaber traumhafte Strände und alle, die auf der Suche nach einem ausgefallenen Hochzeitsreiseziel sind, kommen hier ebenfalls voll und ganz auf ihre Kosten. Die kleine tropische Insel weist eine unglaubliche Artenvielfalt auf, was sie zu einem absoluten Naturparadies macht. Hier kann man nicht nur baden und entspannen, sondern die Insel auch im Rahmen eines Kameltrekkings erkunden.