Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Grönland. Lassen Sie Träume wahr werden…

Grönland

Grönland ist anders. Rau, karg und trotzdem idyllisch wirkt die riesige Insel im Norden. Hier scheinen die Uhren anders zu ticken: Hundeschlitten statt Rushhour, eine scheinbar unberührte Welt mit Schnee und Eis so weit das Auge reicht – wer Grönland besucht, wird fasziniert sein.

Eine sagenhafte Landschaft

Einer Sage nach sei Erik der Rote aus Island im Jahre 982 für drei Jahre des Landes verwiesen worden. Als aussätziger Segler wurde er so der erste Bewohner Grönlands. Aufgrund der damaligen grünen Vegetation gab Erik der Insel den Namen Grönland (wie "Grünland"). Wenige Jahre später folgten ihm andere Isländer. Es entstanden erste Siedlungen. Diese sind heute vor allem für ihre bunten, typisch nordischen Holzhäuser bekannt. Die Dörfer siedeln sich entlang der Küste an, da etwa 85 Prozent der Insel von einer drei Kilometer dicken Eisschicht bedeckt sind. Wenn diese im Sommer in Küstenregionen auftaut, legt sie saftig grüne Wiesen frei. Nun beginnt auch das Arktische Weidenröschen, Grönlands Nationalblume, zu blühen.

Grönland ist nicht nur die größte Insel der Erde, sondern behütet auch einen der größten Schätze, den Nordost-Grönland-Nationalpark. Die menschenleeren Weiten sind gezeichnet von einer vielfältigen Flora und Fauna, die jeder Reiseführer für Grönland als schlichtweg atemberaubend bezeichnet. Auf einer Fläche von 972.000 Quadratkilometer leben die verschiedensten Land- und Meeressäuger zusammen. Darunter sind Eisbären, Polarwölfe und verschiedene Robbenarten. Sogar Schnee-Eulen, Enten und Gänse haben sich im Nationalpark angesiedelt. Wer eine erforderliche Genehmigung besitzt, kann dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe betrachten und dabei in sternenklaren Nächten in die verzaubernde Welt der Polarlichter abtauchen. Auf vielen Kreuzfahrten steht der Nationalpark auf Platz Nummer eins der Reisetipps für Grönland. Neben reisenden Gästen bewirtet der Nationalpark aber auch Forscher, die ihn als Ausgangspunkt für zahlreiche internationale wissenschaftliche Untersuchungen und Expeditionen nutzen.

Aktivurlaub – Grönland mit allen Sinnen erleben

Die beste Reisezeit für den weißen Riesen liegt zwischen Mitte Juli bis Anfang September, obgleich erste Erkundungen der Insel ab März machbar sind. Einer der Reisetipps für Grönland in den wärmeren Monaten, in welchen die Temperaturen meist die 10° Celsius-Marke nicht übersteigen, ist das Whale Watching. Hierbei können die faszinierenden Meeresriesen aus nächster Nähe beobachtet werden. Für alle Aktivurlauber hat Grönland zu allen Wetterlagen einiges zu bieten: Während Wanderungen durch einsame Gebirgszüge oder Kajaktouren auf kleineren Seen sowie professionell begleitete Tauchtouren nur im Sommer möglich sind, bieten sich in der verschneiten Winterlandschaft Touren per Ski, Schneeschuh oder Schneescooter immer an. Unabhängig von der Saison sind auch Hundeschlitten jederzeit mietbar, da in ganz Grönland auch heute noch kein für Autos befahrbares Straßennetz ausgebaut wurde. Ein ereignisreicher Tag lässt sich am besten in einer der heißen Quellen der Insel ausklingen. Während Eisschollen in die Weiten des Ozeanes hinausziehen, geht die Mitternachtssonne in intensiven Orange- und Rottönen langsam unter. Reiseführer für Grönland wie auch Einheimische empfehlen dafür die zahlreichen Quellen auf der Insel Uunartoq.

Auf den Spuren der Grönländer

Zu Grönland gehören nicht nur Hundeschlittenfahrten, sondern auch die Jagd spielt eine wichtige Rolle. Lokal verankerte Jäger, welche über das erforderliche Fachwissen verfügen, leben häufig selbst täglich von den Erzeugnissen ihrer Jagd. Sie bieten nachhaltige Trophäenjagden an, bei denen man ökologisch bewusst vorgeht. Da die Jagdreviere sowohl per Hundeschlitten (Winter) als auch per Boot (Sommer) erreicht werden können, leben viele Einheimischen zudem von dem, was sie aus dem Meer gewinnen können. Die Fischbestände sind zahlreich. Alternativ sind in den kleinen Dörfern täglich abwechslungsreiche und ansprechend gestaltete Museen geöffnet, die ihren Gästen auf andere Weise die Kultur Grönlands näher bringen. Hierbei sind besonders die Museen Westgrönlands beliebt wie beispielsweise das Maniitsoq Museum. Dieses urige Freilichtmuseum ermöglicht die Besichtigung eines historisch-originalen Fischerdorfes. Das Sisimiut Museum bietet hingegen Sonderausstellungen zur Historie Grönlands und bezieht sich dabei auf die Branchen Industrie, Handel und Seefahrt. In kleinen Läden können zudem traditionell angefertigte Kleidungsstücke und regionale Delikatessen wie Stockfisch oder Rentier erworben werden. Erstere eignen sich hervorragend als Mitbringsel für die Liebsten zu Hause.

Nuuk – das Herzstück Grönlands

Nuuk ist Grönland Hauptstadt und gleichzeitig die größte Ansiedlung. Das Kulturhaus Katuaq in der Stadtmitte ragt leicht über die Dächer der Wohnhäuser hinaus. Auch hier ist das Stadtbild von den zahlreichen, verschiedenfarbigen Holzhäusern gekennzeichnet, obgleich ebenso noch vereinzelte Gebäude aus der Kolonialzeit bestehen. Die größte Stadt Grönlands lebt von dem lebensbejahenden und gastfreundlichen Naturell der Grönländer. Egal, welch kalte Temperaturen in den unendlichen Weiten aus Eis und Schnee herrschen, in den kleinen Lokalitäten der Stadt kann man sich immer aufwärmen. Bei einem heißen Kaffee oder einer köstlichen Spezialität des Tages sowie traditioneller Musik werden sich auch Gäste der Insel unter die Einheimischen mischen können. Für viele Inselliebhaber ist neben Nuuk das kleine Dorf Ilulissat einer der Reisetipps für Grönland: Der gleichnamige Eisfjord gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.