Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Französisch-Polynesien. Lassen Sie Träume wahr werden…

Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien ist ein paradiesisches Eldorado, das über hundert Inseln mit weißen und dunklen Sandstränden sowie tropischen Regenwäldern wie aus dem Bilderbuch umfasst. Ein Wirklichkeit gewordener Südseetraum von tief hängenden Kokospalmen, exotischen Pflanzen und mannigfachen Spuren einer vielschichtigen Vergangenheit.

Französisch-Polynesien, Heimat der Liebe

Nicht weniger als fünf Archipele gehören zu Französisch-Polynesien. Sie liegen mitten im tiefblauen Pazifischen Ozean, auf halber Strecke zwischen Australien und Südamerika. Neben der Hauptinsel Tahiti, die nicht zuletzt für ihre exotischen Tänze im Bastrock bekannt ist, umfasst das Gebiet zahlreiche Eilande und Korallenriffe. Die ersten Europäer gelangten im 16., 17. und 18. Jahrhundert auf die Inseln. Auf manchen von ihnen, wie zum Beispiel auf Raiatea, fanden sie straff organisierte Gesellschaften vor. Der französische Seefahrer Louis Antoine de Bougainville war vom benachbarten Tahiti so angetan, dass er es 1768 nach der Insel der griechischen Liebesgöttin Aphrodite „Neu-Kythera“ nannte. Für die Römer hieß Aphrodite indes Venus. Und ein Zufall will es, dass sich das seltene Vorbeigleiten des hell funkelnden Venus-Planeten an der Sonnenscheibe nur ein Jahr später auf Tahiti besonders gut beobachten ließ. So kam der britische Entdecker James Cook hierher, um das Naturschauspiel zu bewundern. Dabei traf er aber auch auf irdische, genauer gesagt: tahitianische „Liebesgöttinnen“. Von Cooks wissenschaftlichem Auftrag zeugt auf Tahiti der Leuchtturm Pointe Vénus auf den Fundamenten eines früheren Observatoriums. Folgenreicher aber waren die Berichte seiner Seeleute, die das Bild der Südsee als Ort des Liebesglücks geprägt haben.

Eine besondere Attraktion auf Tahiti ist das Robert-Wan-Perlenmuseum in Papeete, der Hauptstadt des französischen Überseegebiets. Dort gibt es einige der größten Perlen überhaupt zu bewundern. Sie kommen in den verschiedensten Farben vor, sei es Anthrazit, Rosa oder etwa Aubergine. Das Museum ist das erste dieser Art, das sich zugleich der langwierigen Züchtung solcher Perlen gewidmet hat. Kein Reiseführer für Französisch-Polynesien sollte dieses Haus unerwähnt lassen. Zum Beispiel kann hier eine sage und schreibe 26 cm dicke Tahiti-Perle bewundert werden.

Exotische Reisetipps für Französisch-Polynesien

Eines der zahllosen Atolle von Französisch-Polynesien ist Huahine. Spitz ragen die bis zu 669 Meter hohen, immergrünen Gipfel dieses majestätischen Kleinods aus dem Wasser. Es verdankt seine Existenz, wie viele andere Inseln im Südpazifik, unterseeischen Vulkanausbrüchen. Mit insgesamt 74 Quadratkilometern gehört Huahine zu den größeren Atollen im Pazifischen Ozean. Folglich gibt es hier wildromantische Küstendörfer, die nicht zuletzt vom Vanille- und Melonenanbau leben. So entspricht Huahine mit seinen beiden Hauptinseln und dem vorgelagerten Riff dem typischen Traumbild eines Südseeparadieses; garniert mit zahlreichen Lagunen, lauschigen Stränden und besonders farbenfrohen Blütenkelchen. Wegen seiner üppigen Blütenpracht ist Huahine auch als „Garten Eden“ bekannt. Eine weitere Attraktion sind seine in dieser Größe seltenen altpolynesischen Kultorte, „Mareas“. Sie befinden sich im Nordosten der nördlichen Hauptinsel Huahine Nui. Dort, in der Nähe des Dorfes Maeva, steht ein Haus mit Reetdach. Das Museumsgebäude namens Fare Potee ahmt ein historisches Versammlungszentrum nach und liegt umgeben von den erwähnten kultisch-zeremoniellen Arealen. Hier hielten die acht Urstämme des Eilands auch Kriegsrat. Die Kultstätte Manunu Marae befindet sich auf einer gegenüberliegenden kleinen Riffinsel. Dem Kriegs- und Fischergott Tanu ist auf dem Eiland ein zweistufiger Altarbereich gewidmet. Solche historischen Tempelanlagen und die dort anzutreffenden, rätselhaften geschnitzten Figuren entführen den Betrachter sofort in die magisch-exotische Welt der Südsee mit ihren fremden Bräuchen und Traditionen.

Wildromantische Reisetipps für Französisch-Polynesien

In Sichtweite von Tahiti befindet sich die malerische Insel Moorea. Wäre sie nicht bewohnt, könnte sie als ideale Vorlage für die berühmte Robinson-Crusoe-Geschichte gelten. Auf Moorea ragen die zerklüfteten Berge sogar bis 1207 Meter in den Himmel. Mit seinen weißen Stränden, riesigen Palmen und dem wildromantischen Hochland im Hintergrund muss das Eiland den ersten Seefahrern wie eine Sinnestäuschung erschienen sein. Im Gegensatz zu Robinson Crusoe können Gäste das Inselparadies freilich jederzeit verlassen – wenn sie es denn wollen. Die Gewässer rings um Moorea sind ein beliebter Tummelplatz für Delfine. Eine hier ansässige Forschungsstation ermöglicht geführte Bootsausflüge zu den Tieren. Diese zeigen den staunenden Beobachtern gerne ihr akrobatisches Geschick. So schnellen sie aus dem Wasser und schrauben sich, sich um die eigene Achse windend, meisterhaft in die Höhe. An Land ist der Inselhauptort Afareaitu sehenswert, ein beschauliches Nest mit circa 3.300 Bewohnern. In Rathausnähe offenbart sich dem Betrachter ein spektakulärer Blick auf den seltsam gekrümmten Berg Moua Puta. Unweit von Afareaitu gibt es zwei Wasserfälle, unter denen es sich herrlich schwimmen lässt. Den Weg dorthin nehmen Besucher am besten mit ortskundigen Führern.

Vom Zusammentreffen verschiedener Kulturen

Im Dörfchen Papetoai auf der anderen Seite von Moorea befindet sich ein kulturelles Kleinod, das in keinem Reiseführer für Französisch-Polynesien fehlen darf. Es handelt sich um eine achteckige Kirche aus dem frühen 20. Jahrhundert. Nachdem der Inselkönig Pomaré II. zum Christentum übergetreten war, ließ er die Kirche an der Stelle einer einheimischen Kultstätte errichten. Pomarés Bekehrung durch englische Missionare beschleunigte die Christianisierung der gesamten umliegenden Inseln. So ist das Gotteshaus von Papetoai eine der ältesten Kirchen von Französisch-Polynesien und der gesamten Südsee.