Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Neuwied. Lassen Sie Träume wahr werden…

Neuwied

Neuwied liegt an der Mündung des Flüsschens Wied und ist 350 Jahre alt. Im Vergleich zum 10 km entfernten, 2.000-jährigen Koblenz zwar ein Klacks, dennoch hat Neuwied eine spannende Geschichte. Bims, Mullbinden und Weißblech sind die Exportschlager der Stadt am Rhein, Schloss Engers und die Abtei Rommersdorf kulturell bedeutsame Orte. Das Fürstenhaus Wied hat Stadtgeschichte geschrieben und nahm sogar an Kreuzzügen teil. Noch heute zählt es zum deutschen Hochadel. Ob man wohl einen von ihnen in der Stadt trifft? Es lohnt sich jedenfalls, in der City innezuhalten, denn nette Cafés in der Fußgängerzone laden zum Verweilen ein.

Geselliges Zentrum zwischen Rhein und Mittelgebirgen

Auch architektonisch gibt es in Neuwied einiges zu sehen. Das klassizistische Schloss wurde nach französischem Vorbild errichtet. Zwar kann man es nur von außen besichtigen, doch locken Teile des Parks zu einem Spaziergang. Ebenso sehenswert ist das spätbarocke Schloss Neuwied-Engers direkt am Rhein. Hier gibt es eine schöne Gemälde- und Musikinstrumentensammlung. Seit 1931 schützt ein Deich den Stadtkern Neuwieds vor Überflutung. Die Deichmauer ist 600 Meter lang und wird vom Pegelturm geschmückt. Der schlanke Turm hat tatsächlich nur dekorative Aufgaben, ist aber längst werbeträchtiges Wahrzeichen der Stadt geworden. Im Mauerwerk verborgen befindet sich die Pegelanlage für den Deich.

Reisetipp für Familien: Neuwied besitzt einen Zoo, was für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert ist. Der Tierpark ist liebevoll gestaltet und in etwa zwei Stunden durchquert. Viele Tiere finden in großen Gehegen Platz. Wer mehr von Natur und Umgebung sehen möchte, kann sich einer themenbezogenen Führung anschließen. Davon gibt es viele, zum Beispiel auf den Spuren von Kelten, Römern und Vulkanen. Die schönsten Orte der Eifel erkundet man am besten über die zahlreichen Wanderwege.

Besonders interessant ist der Eifelkrimi-Wanderweg, bei dem authentische Handlungsplätze von gruselig-berüchtigten Eifel-Krimis entdeckt werden. Weniger „fürchterlich“ geht es da beim Karneval zu. Als rheinische Stadt steht Neuwied in der 5. Jahreszeit ganz im Zeichen des närrischen Treibens. Logisch, dass man hier das Brauchtum mit Konfetti, Kostüm und viel Musik pflegt. Gut, dass die Session nicht das ganze Jahr dauert, so mancher Jeck würde sonst seine Pflichten vergessen.