Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Juist. Lassen Sie Träume wahr werden…

Juist

Juist ist mit einer Länge von rund 17 Kilometern zwar eine sehr lange, jedoch recht schmale Insel, sodass kein Ort besonders weit vom Strand oder vom Wattenmeer entfernt liegt. Ein wichtiger Hinweis zu Beginn: Juist ist bis auf Rettungsdienste und Post komplett autofrei. Selbst Umzüge, Müllabfuhr oder Warenlieferungen werden mit Pferdewagen erledigt. Urlauber können sich, falls gewünscht, vom Pferdetaxi von der Fähre oder dem Flughafen abholen lassen. Die Fähre zur Insel legt im Hafen des ostfriesischen Küstenortes Norddeich ab, der mit der Bahn sehr gut zu erreichen ist.

Naturschönheiten und Sehenswertes

Fast im gesamten Süden der Insel Juist befinden sich Salzwiesen. Dabei handelt es sich um Flächen, die regelmäßig vom Meer überflutet werden. Im Sommer verwandeln sie sich in ein prächtiges Blütenmeer und dienen im Frühling und Herbst riesigen Schwärmen von Zugvögeln als Rastplatz. Häufige Sturmfluten sowie Versandungen haben das Erscheinungsbild der 2.000 Jahre alten Insel mehrfach verändert. Bei einer großen Sturmflut im Jahr 1651 etwa wurde die Insel geteilt. Später wurden Deiche angelegt, zwischen denen jedoch etwas Meerwasser verblieb. Es entstand der Hammersee, der über die Jahre zum Süßwassersee wurde und heute der größte Süßwassersee der ostfriesischen Inseln ist.

Das westliche Ende von Juist wird auch die Bill genannt und besteht aus einem großen Sandriff, der zahlreichen Vögeln als Rastplatz dient. Wer Glück hat, kann hier auch Seehunde beobachten. Zwischen Hammersee und der Bill liegt ein kleines Wäldchen, in dem man seltene und besonders wetterharte Baumarten bestaunen kann. Bei einem Gang durch den Hauptort, Juist, gibt es viel zu entdecken. Ein wichtiger Mittelpunkt ist sicher der Kurplatz. Hier können Besucher von Juni bis September das Juister Kurorchester erleben, während die Kinder sich am Schiffchenteich vergnügen. Wer noch mehr über die Inselgeschichte, Zoologie und Botanik sowie auch Schifffahrt und Fischerei erfahren möchte, der sollte sich das Küstenmuseum im zweiten Hauptort der Insel, im Loog, anschauen. Als Tipp für die Abendgestaltung bietet sich ein Besuch im urigen Inselino an, dem “Filmtheater mitten im Meer”. Bei schöner Atmosphäre und gutem Service laufen hier Klassiker und aktuelle Filme.