Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Fürth. Lassen Sie Träume wahr werden…

Fürth

Die Kleeblattstadt Fürth ist mehr als die kleine Schwester der Frankenmetropole Nürnberg. In erster Linie fallen einem Greuther Fürth und die erste deutsche Eisenbahn ein. Der Reiseführer kennt außerdem eine feine Altstadt, in deren Herzen sich die gotische Michaeliskirche und das neoklassizistische Rathaus erheben. Rundherum bestimmen mittelalterliche Fachwerkromantik am Grünen Markt, Ensembles des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die Gründerzeit- und Jugendstilarchitektur der Hornschuchpromenade und Königswarterstraße das Stadtbild. Unbedingt besuchen sollte man auch das neobarocke Stadttheater, die Kneipenmeile Gustavstraße und die Fürther Freiheit. In der Adventszeit Kulisse eines mittelalterlichen Weihnachtsmarkts, kam hier im Jahre 1835 mit dem Adler die erste Eisenbahn Deutschlands an. Darüber hinaus weiß Fürth spannende Geschichten über die jüdische Glaubensgemeinschaft und über geheime Orte zu erzählen.

Geheimnisvolles Fürth

Der Spitzname Fränkisches Jerusalem kommt nicht von ungefähr. In der Blütezeit jüdischer Kultur im 18. Jahrhundert war Fürth das religiöse Zentrum Süddeutschlands. Auf geführten Spaziergängen blickt man hinter die Kulissen des jüdischen Lebens. Dabei wandelt man im Berolzheimerarianum auf den Spuren gönnerhafter Stifter, entdeckt im Jüdischen Museum ein geheimnisvolles Ritualbad und erlebt schaurige Momente auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Apropos schaurig: Wie wäre es mit einem Ausflug in die Fürther Unterwelt? Unsichtbar verstecken sich tief unter dem Fürther Klinikum die Felsenkeller der Grüner Brauerei, in der einst das gute fränkische Bier gelagert wurde. Im Zweiten Weltkrieg dienten sie als Luftschutzbunker. Bunker? Da war doch was. Genau, der Schwandbunker ist ein Relikt des Kalten Krieges, das man in Fürth nur noch selten zu Gesicht bekommt. Und wo wir schon bei spannenden Geschichten sind: Im Kriminalmuseum wird Fürth zum Tatort. Auf zur Spurensuche!

Ob im Schloss Burgfarrnbach Geister herumspuken, ist nicht überliefert. Zu bestaunen gibt's aber geheimnisvolle Schätze der Fürther Stadtgeschichte. Noch so etwas Undurchsichtiges: die Freimaurer. Mysteriöse Zeichen und Symbole schmücken das prunkvoll verzierte Logenhaus. Und was eignet sich besser zum Abschluss als ein Blick von oben. Die Besteigung des florentinisch anmutenden Turms ist im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt einer Rathausführung. Noch ein Tipp zum Schluss: Wem das alles zu anstrengend ist, lässt sich einfach bequem im Kulturtaxi durch die Stadt chauffieren und lernt dabei auch noch etwas.