Fernweh? Globetrotter’s Reisetipp: Bahrain. Lassen Sie Träume wahr werden…

Bahrain

Wüstenstaat und Paradies am Persischen Golf: das aus 33 Inseln bestehende Emirat Bahrain garantiert erholsame Tage an feinen Sandstränden und offeriert einen Einblick in die arabische Kultur in der Region. Beliebt ist das Reiseziel zudem bei allen, die gerne segeln und tauchen gehen.

Reiseführer Bahrain: zu Gast in einem der reichen Golfstaaten

Bereits vor Tausenden von Jahren waren die Inseln des heutigen Staates Bahrain ein wichtiger Handelsstützpunkt für Mesopotamien, später für Parther und Sassaniden. Über die Häfen wurden unter anderem hochwertige Wolltextilien, Datteln und Gewürze aus Indien vertrieben. Etwa um 632 kamen die muslimischen Araber nach Bahrain. Zwischenzeitlich wurde das Land von portugiesischen Seefahrern und den Persern beherrscht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es unter britische Schutzherrschaft gestellt, woher bis heute die engen Beziehungen zum Westen rühren. Erst 1971 erklärte der Scheich Isa ibn Salman Al Chalifa die Unabhängigkeit gegenüber dem Empire. Aufgrund des Ölbooms entwickelte sich Bahrain schnell zu einem der reichsten Länder der Welt. In dem Königreich lassen sich heute hypermoderne Bauwerke neben uralten Festungen finden. Bei einem Besuch kann man so durchaus auch die historischen Bräuche der mittelalterlichen Araber kennenlernen.

Komprimiert findet man in Bahrain nahezu alles was das Herz begehrt in der Hauptstadt Manama. Imposant erhebt sich hier die Al-Fateh-Moschee mit ihren beiden Minaretten und der größten Kuppel aus Glasfaserkunststoff der Welt. Nur wenige Minuten von hier entfernt, kann man über den Strand Corniche Al-Fateh flanieren und sich in eines der vielen Restaurants oder Shisha-Bars setzen. Von dort genießt man einen tollen Ausblick auf die Skyline mit ihren spektakulären Wolkenkratzern. Zu den besten Reisetipps für Bahrain und zum Kennenlernen seiner Geschichte gehört das Museum für Perlenfischerei in Manama. Die Perlen waren einst eines der wichtigsten Exportgüter. Hiervon sowie vom Perlentauchen berichtet die Ausstellung. Einen noch tieferen Blick in die Vergangenheit wirft das Nationalmuseum am Al-Fateh-Highway. Ein wirkliches Must-See ist die historische Festung, die seit 2005 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Im Inneren befinden sich ein Museum, ein Café sowie ein Konferenzzimmer. Vom Fort aus genießt man einen herrlichen Blick über das tiefblaue Wasser des Persischen Golfs.

Abseits von Manama: das sind die Highlights der Hauptinsel

Nicht weit von Manama entfernt ist das Dorf Barbar ein heißer Tipp für Urlauber. Archäologen haben an diesem Ort drei Tempel entdeckt, die vermutlich um 2.000 vor Christus errichtet worden sind. Gefunden wurden unter anderem mehrere Altare, Werkzeuge, Waffen, Keramik und eine natürliche heiße Quelle. Al-Muharraq liegt etwa zehn Kilometer von Manama entfernt und bietet seinen Besuchern luxuriöse Hotelresorts und malerische Strände. Zum Stadtbild gehört außerdem das im 16. Jahrhundert von den Arabern errichtete Fort Arad. Auf einem Kalksteinplateau im Inselinneren kann man von der Festung Scheikh Salman bin Ahmed Al Fateh weit über das Hunanaiya-Tal blicken. Im Zentrum Riffas kann man über die Bukuwara-Straße schlendern und allerhand Kunsthandwerk einkaufen. Auf dem großen Basar Souk ar-Rifa gibt es zudem hochwertige Textilien, Gewürze und regionales Essen zu kaufen. Zu den Klassikern der orientalischen Küche gehören Falafeln mit Mezze, Linsen- und Bohneneintöpfe, gebratenes Lammfleisch und Kamelkeulen. Im Süden der Hauptinsel werden die künstlich aufgeschütteten Petal- und Atoll-Inseln in jedem Reiseführer über Bahrain erwähnt. Die Eilande haben die Formen von Fischen und Halbkreisen. Die hier befindlichen Strände gehören zu den beliebtesten Reisezielen für alle, die gerne Baden und Tauchen. Unter der Wasseroberfläche warten beeindruckende Fischschwärme, Korallen und Rochen.

Reisetipps für Bahrains übrige Inseln

Bereits vor der Küste von Katar liegen die Hawar-Inseln. Sie sind vor allem beliebt bei Badeurlaubern und Wassersportlern. Die feinen Sandstrände sind gesäumt von einer ganzen Reihe von Hotels, Restaurants und Wellnesseinrichtungen. Vor allem Taucher und Vogelbeobachter kommen in dieser Gegend auf ihre Kosten. Angesichts der zahlreichen Vogelbrutstätten ist Hawar seit Längerem im Gespräch für die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Daneben können arabische Oryxantilopen und Sandgazellen gesichtet werden. Auf der Hauptinsel Hawar selbst ist der Strand des Hauptortes ein guter Ausgangspunkt, um einen Urlaub in der Region zu beginnen. Es ist auch ein kleiner Jachthafen vorhanden, von dem aus man mit dem Boot zu einem Segeltörn zu den abgelegenen Buchten aufbrechen kann. Im Inselinneren sind die kargen Sand- und Wüstenlandschaften beeindruckend.

In der Nähe der Bahrain-Insel gibt es eine Reihe von weiteren Eilanden, die einen Besuch wert sind. Auf dem Weg über den King-Fahd-Causeway beziehungsweise Damm von Saudi-Arabien nach Bahrain kommen Reisende an der künstlichen Insel Passport Island und schließlich an der Insel Umm Nasan vorbei. Hier begegnet man erstmals den faszinierenden Wüstenlandschaften im Persischen Golf. Von deutlich reicherer Vegetation ist Dschidda nördlich von Umm Nasan geprägt. Wo sich bis in die 70er Jahre hinein ein Gefängnis befand, lebt heute der Premierminister des Königreichs. Aus der Ferne lassen sich die markanten Kalksteinklippen und die Moschee sichten.